Simplon 25.09.2024, 08:41 Uhr

Fortschritte bei Sanierung und Investorengesprächen

Die Simplon Fahrrad GmbH befindet sich auf einem erfolgreichen Sanierungskurs und führt positive Gespräche mit potenziellen Investoren. Ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung sichert den operativen Betrieb und unterstützt die laufenden Verhandlungen.
Jakob Luksch, Geschäftsführer Simplon
(Quelle: SIMPLON Fahrrad GmbH/Matak Studios)
Die wirtschaftliche Situation am Markt für Fahrräder ist bereits seit einiger Zeit gekennzeichnet von einem intensiven Wettbewerb sowie hohem Preisdruck. Nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie kam es zu einigen Turbulenzen am internationalen Markt etwa durch eine stark schwankende Nachfrage, Lieferkettenprobleme und als Folge hohe Lagerbestände. Die Simplon Fahrrad GmbH sah sich daher im Vorjahr zu Restrukturierungsmaßnahmen veranlasst und schlug mit einer bewussten Vorwärtsstrategie einen strikten Sanierungskurs ein.
„Als Team und durch unsere gemeinsamen Anstrengungen haben wir so etwa 40 Prozent des Produktportfolios erneuert, unser Markenkern und die Markenbotschaft verjüngt, und durch eine strategische Neuaufstellung des Vertriebs konnte das Händlernetz ausgeweitet sowie große Premiumhandelsketten als Kunden dazugewonnen werden. Auch kostenseitig haben wir eine deutliche Reduzierung der Personal- genauso wie der Stückkosten erreicht. Zudem haben die bestehenden Gesellschafter große finanzielle Anstrengungen auf sich genommen, um die Zukunft weiter zu sichern“, zeigt sich Jakob Luksch, Geschäftsführer von Simplon, erfreut über das bisher Erreichte.

Turbulente Marktentwicklung

Durch diese Erfolge entwickelte sich das Geschäft bei Simplon zuletzt und bis in die erste Hälfte des laufenden Jahres trotz eines weiterhin herausfordernden Umfelds konstant und entlang der ausgearbeiteten Absatzpläne und Prognosen. Seit dem Frühjahr fielen jedoch branchenweit die Stückzahlen an verkauften Fahrrädern mit rund 30 Prozent deutlich zurück. Die Gründe dafür sind bekannt: Ein extrem später Saisonstart bedingt durch das regnerische Wetter in der für den Fahrradverkauf wichtigsten Jahreszeit und noch immer sehr volle Lager bei Händlerinnen und Händlern sowie Herstellern sind nur zwei schwerwiegende Beispiele. Wie viele andere Marktteilnehmer spürt auch Simplon den aktuell hohen Kosten- beziehungsweise Preisdruck mit entsprechenden Auswirkungen auf das Geschäft und einer nicht geplanten, nach unten abweichenden Umsatzentwicklung.

Gespräche mit Investoren

Um jedoch den eingeschlagenen Sanierungskurs nachhaltig fortzusetzen, steht die Geschäftsleitung von Simplon schon seit Längerem in intensiven Verhandlungen mit mehreren interessierten und daher potenziellen Investoren. „Wir sind in sehr guten Gesprächen, da Simplon als eine reputationsstarke Marke mit großem Potenzial in der Branche bekannt ist“, erklärt Jakob Luksch. Um die Verhandlungen weiter abzusichern, hat das Unternehmen nun ein in Österreich etabliertes „Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung“ begonnen. Durch diesen Schritt werden, wie bereits erwähnt, der operative Betrieb sowie die Zahlungsfähigkeit abgesichert. Zudem können so die laufenden Investorengespräche weiter vertieft werden.
Die aktuell 155 Mitarbeitenden bei Simplon in Hard und im Außendienst sowie die Kunden, Lieferanten und Partner sind über alles informiert und zeigen sich motiviert, den weiteren Sanierungskurs mitzugehen. Und auch die Eigentümer der Simplon Holding GmbH, deren 100-Prozent-Tochter die Simplon Fahrrad GmbH ist, stehen weiterhin geschlossen hinter den Plänen und einer nahen Lösung durch einen Investoreinstieg.


Das könnte Sie auch interessieren